Jul 29 2010

Viele Ausländer lesen Zeitung

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Hier mal Neues von DPA:
Rund 2,7 Millionen Ausländer in Deutschland lesen eine deutsche Tageszeitung. Dies geht aus der am Mittwoch in Frankfurt veröffentlichten Media-Analyse hervor, die erstmals die deutschsprachigen Ausländer im Land erfasst hat. Damit erreichen die Tageszeitungen in Deutschland 49 Millionen Bürger - das sind etwa 70 Prozent aller Menschen ab 14 Jahre. Unter den Jüngeren (14 bis 29 Jahre) liest im Schnitt jeder zweite (49,4 Prozent) eine Tageszeitung. Die Zeitschriften kommen auf fast 66 Millionen Leser - das sind 93,5 Prozent der Bürger. Für die Untersuchung wurden 138 000 Menschen befragt.
Vor allem dank der hinzugekommenen Ausländer haben in der Media- Analyse (MA Pressemedien 2010/II) viele Zeitungen und Zeitschriften Leser gewonnen. Vergleicht man allein die deutsche Bevölkerung, so hat sich im Jahresvergleich wenig verändert. Die Reichweite der Tageszeitungen unter den Deutschen ist bei knapp 46,3 Millionen Lesern - das sind 71,4 Prozent der Bevölkerung - gleich geblieben.
Meistgelesene Tageszeitung in Deutschland bleibt mit 12,53 Millionen „Bild“ - bei deutlichem Zuwachs (2009: 11,63 Millionen). Auch die überregionalen Abo-Zeitungen haben im Jahresvergleich dazugewonnen. Die „Süddeutsche Zeitung“ kommt auf 1,27 Millionen Leser (2009: 1,16 Millionen), die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ erreicht 960 000 (880 000), „Die Welt“ 710 000 Leser (640 000), die „Frankfurter Rundschau“ 370 000 (280 000) und die „Tageszeitung“ 340 000 Menschen (310 000).
Bei den Wirtschaftstiteln kommt das „Handelsblatt“ auf 480 000 (2009: 450 000) und die „Financial Times Deutschland“ auf 330 000 (310 000). Unter den Wochenzeitungen hat „Die Zeit“ 1,63 Millionen - 20 000 weniger als 2009. Die „Welt am Sonntag“ verbucht 1,05 Millionen - ebenfalls ein Verlust von 20 000 Lesern. Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ gewinnt 30 000 hinzu und hat eine Million Leser. Die Leserschaft von „Bild am Sonntag“ liegt bei 10,32 Millionen - ein Minus von 200 000 Lesern.
Bei den drei großen aktuellen Wochenmagazinen liegt der „Stern“ (7,71 Millionen) vor „Spiegel“ (6,55 Millionen) und „Focus“ (5,94 Millionen). Alle drei Zeitschriften haben im Jahresvergleich hinzugewonnen.
Die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse - ein Zusammenschluss von rund 270 Firmen aus der Medien- und Werbewirtschaft - ermittelt regelmäßig die Reichweiten der Presse in Deutschland.

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Apr 05 2010

Kohl zum 80.: Seine Regeln der Macht

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Michael Rutz gilt als einer der wenigen Journalisten, die einen engen Draht zu Altkanzler Helmut Kohl pflegen. Zu dessen 80. Geburtstag erklärt der Chefredakteur des Rheinischen Merkur, wie Kohl Macht auszuüben pflegte. Macchiavelli lässt grüßen:

Wenn der Altkanzler uns zu seinem Geburtstag etwas schenken müsste, könnte es vielleicht dieses Kohlsche Strategem sein, ein alltagstaugliches Grundgesetz seiner Macht- und Überlebensstrategie unter dem Titel: „Mit Kohl siegen lernen“. So könnte es lauten:

1. Lebe immer so, dass du von anderen unabhängig bleibst („Ich wollte nie jemanden fragen müssen“).

2. Beginne deine Karriere nur dort, wo sich Perspektiven nach oben eröffnen.

3. Bilde Netzwerke – mit zukunftsträchtigen Leuten.

4. Wissen (über andere) ist Macht.

5. Verrate nichts zur Unzeit, denn „was drei wissen, wissen alle“.

6. Lerne zu warten, alles hat seine Zeit – auch die Rache („Für den habe ich noch was im Kühlschrank“).

7. Manus manum lavat – gib Freundschaft, und fordere sie auch zurück.

8. Tu anderen etwas Gutes und lerne selbst, Danke zu sagen, denn „Dankbarkeit ist die Erinnerung des Herzens“.

9. Misstraue den Schmeichlern, denn „die Hand, die da segnet, wird zuerst gebissen“, es gibt eben „Freunde mit und ohne Anführungsstrichen“.

10. Hilf den Kleinen, das stärkt deine Basis, und die Großen helfen sich sowieso selbst.

11. „Was im Privatleben gilt, gilt auch in der Politik.“

12. Quidquid agis, prudenter agas et respice finem (Was du auch tust, handle klug und bedenke das Ende), oder: „Entscheidend ist, was hinten rauskommt.“

13. Bleibe kompromissfähig, oder: Hänge deine Prinzipien so hoch, dass du noch leicht unten durchkommst.

14. Bleibe Mensch und zeige dich den anderen als solcher.

15. Beweise Stil im Abgang.

16. Erlaube keine Legende, an der du nicht selbst mitgestrickt hast.

Zur kompletten Würdigung.

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Apr 05 2010

Käßmann, die Medien und die Kirche

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Der Kirche gefällt es derzeit gar nicht, in der Öffentlichkeit zu stehen und die Titelseiten der Zeitungen zu dominieren. Da sind zum einen die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche, da ist aber auch die Alkoholfahrt der Margot Käßmann. Als Vorsitzende der EKD war sie abends mit einem Mann Essen und wollte diesen mit ihrem Dienstwagen und 1,45 Promille intus nach hause fahren. Als sie über Rot fuhr, fiel sie der Polizei auf. Sie hätte auch jemanden totfahren können. Auf jeden Fall war es ein unverantwortliches Vorgehen?
Jetzt, Wochen später, im April, fühlt sich der Chefredakteur des evangelischen Blattes Chrismon, Arnd Brummer, genötigt, zu dem Fall Stellung zu beziehen. Chrismon wird von der Kirche finanziert und liegt Zeitungen wie der Zeit oder der SZ bei. Früher war es eine eigenständige Zeitung, aber das ist lange her.
Nun also verteidigt Herr Brummer Frau Käßmann und verhaut die Medien dazu ordentlich. Nur: weiterlesen »

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Mar 24 2010

Interviews: Wenn Medien verkürzen

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Derzeit häufen sich die Fälle, dass Politiker Interviews geben, die nach der Veröffentlichung zu einer medialen Welle der Empörung führen. Dies kann natürlich bewusst durch den Politiker geschehen. War aber wohl nicht immer so gewollt.
Zuletzt hat es Anfang dieser Woche Bundespräsident Horst köhler erwischt. In einem Interview weiterlesen »

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Feb 06 2010

Handelsblatt mit neuem Chef

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Das Handelsblatt bekommt einen neuen Chefredakteur. Bernd Ziesemer, seit fast 25 Jahren im Haus, verlässt die Verlagsgruppe und wechselt zu Hoffmann & Campe nach Hamburg. Ihm folgt Gabor Steingart, vor wenigen Jahren Aspirant auf die Chefredakteursstelle beim Spiegel. Der Washington-Korrespondent wechselt nun nach Düsseldorf. Er begann seine Karriere an selber Stelle.

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Jan 22 2010

Die nackten Fakten

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Das Jahr 2010 ist vorbei. Zeit f�r eine Bilanz zu den Auflagenzahlen. Die IVW verk�ndet:

Deutscher Pressemarkt zum Jahresende 2009 im Minus:
R�ckl�ufige Gesamtverk�ufe f�r alle Pressegattungen -
Zeitungen und Publikumszeitschriften halten allerdings die Abo-Auflage stabil

BERLIN (ivw), den 21.01.2010 � Wenig Positives in der Auflagenbilanz der deutschen Presse f�r das 4. Quartal 2009: Im direkten Vergleich zum Vorquartal und zum Vorjahr m�ssen die einzelnen Pressegattungen zum Teil deutliche Einbu�en bei ihrer verkauften Gesamtauflage hinnehmen. Hiervon sind vor allem die Einzelverk�ufe am Kiosk betroffen. Hingegen pr�sentiert sich die Abo-Auflage der Tages- und Wochenzeitungen sowie der Publikumspresse auf dem Niveau des Vorquartals. Dies geht aus der aktuellen Auflagenerhebung f�r das 4. Quartal 2009 hervor, die von der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbetr�gern e.V. (IVW) ver�ffentlicht wurde.

Tageszeitungen

Von den deutschen Tageszeitungen wurden einschlie�lich der Sonntagsausgaben und aktuellen Sonntagszeitungen im 4. Quartal weiterlesen »

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Jan 20 2010

Das Ende der Medienkrise

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So, Schluss mit dem Gejammere über die Medienkrise und den Untergang der Printmedien. Print wirkt!

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